Nordrhein-Westfalen, einst das Energieland Nr. 1, steht vor einem tiefgreifenden Strukturbruch. Mit dem Ende des Braunkohletagebaus werden zahlreiche Arbeitsplätze verloren gehen und gewachsene Wertschöpfungsketten zerreißen. Umso wichtiger wäre es, neue Unternehmen anzusiedeln und attraktive Rahmenbedingungen für Investitionen zu schaffen.
Doch genau daran fehlt es. Die Energieinfrastruktur reicht vielerorts nicht aus, um zusätzliche Unternehmen mit ausreichender Leistung zu versorgen. Auch die verfügbare Strommenge wird zunehmend zum Problem.
Verantwortlich für diese Entwicklung ist nicht zuletzt die ideologisch geprägte Klimaschutzpolitik der Grünen. Unter dem Schlagwort der Energiewende wurden bewährte Formen der Energieerzeugung stillgelegt, ohne zuvor eine verlässliche Alternative geschaffen zu haben.
Die grüne Wirtschaftsministerin Mona Neubaur setzt ihre Hoffnungen auf Offshore-Windenergie und neue Stromtrassen. Nordrhein-Westfalen soll künftig von Windstrom aus Norddeutschland profitieren. Doch diese Rechnung geht nicht auf. Selbst wenn die neuen Leitungen rechtzeitig fertiggestellt werden und ausreichend Strom transportieren könnten, bleibt das Grundproblem bestehen: Windenergie steht nur dann zur Verfügung, wenn der Wind weht.
Leistungsfähige Stromspeicher und Reservekraftwerke stehen derzeit nicht zur Verfügung und sind wirtschaftlich auch kaum darstellbar. Bereits heute zählt Deutschland zu den Ländern mit den höchsten Strompreisen weltweit.
Wenn die grüne NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur internationale Investoren nach Nordrhein-Westfalen locken will, muss sie eine sichere und bezahlbare Energieversorgung gewährleisten können. Genau das kann sie jedoch nicht.
Die ideologische Klimaschutzpolitik der Grünen gefährdet zunehmend die industrielle Zukunft unseres Landes.